Großrazzia gegen illegale Beschäftigung in NRW-Bauunternehmen aufgedeckt
Julian KleinGroßrazzia gegen illegale Beschäftigung in NRW-Bauunternehmen aufgedeckt
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen in Bauunternehmen durchgeführt. Bei der Aktion wurden fast 90 Arbeitgeber und 280 Beschäftigte in Städten wie Köln, Leverkusen und Bergisch Gladbach überprüft. Die Behörden deckten dabei zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung, Lohnverstöße und Sozialbetrug auf.
An den Razzien beteiligten sich über 110 Zollfahnder, die sich auf vier Schwerpunktregionen konzentrierten: Köln, den Rhein-Sieg-Kreis (Bornheim), Leverkusen sowie den Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch Gladbach). Die Maßnahme war Teil einer landesweiten Offensive gegen Schwarzarbeit in der Baubranche.
Im Rahmen der Kontrollen wurden elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis angetroffen. Gegen die Beschäftigten sowie ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Drei Unternehmen stehen zudem im Verdacht, ihren Mitarbeitern den gesetzlichen Mindestlohn vorzuenthalten.
Darüber hinaus gab es in fünf Fällen nicht gemeldete Sozialabgaben. Zudem liegen Hinweise auf Sozialbetrug in fünf weiteren Fällen vor. Diese Erkenntnisse folgen auf eine einjährige bundesweite Kampagne gegen illegale Beschäftigung im Baugewerbe, bei der insgesamt 1.248 Unternehmen überprüft wurden.
Die Kontrollen führten zu Strafverfahren wegen illegaler Beschäftigung und Lohnverstößen. Die Behörden ermitteln weiterhin in den Verdachtsfällen von Sozialbetrug und nicht abgeführten Sozialabgaben. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit im Bausektor entschlossen zu bekämpfen.






