Grigorjews gescheiterte Bürgermeister-Bewerbung spaltet Einiges Russland
Julian KleinGrigorjews gescheiterte Bürgermeister-Bewerbung spaltet Einiges Russland
Die Bewerbung von Jewgeni Grigorjew um das Amt des Bürgermeisters von Jakutsk sorgt für interne Spannungen innerhalb der Partei Einiges Russland. Sein Vorstoß widersprach den Plänen der Parteiführung und erschwert nun seine politischen Chancen deutlich. Grigorjew hatte seine Unterlagen beim Regionalverband von Einiges Russland in Jakutien eingereicht, in der Hoffnung, die Nominierung für die Bürgermeisterwahl zu erhalten. Doch Nadschesda Seljutina, die Leiterin der regionalen Parteizentrale, lehnte seinen Antrag ab. Ein Insider aus Grigorjews Team argumentierte, es sei nur fair, für die Partei anzutreten, die ihn bereits 2021 unterstützt habe.
Unterdessen läuft das Auswahlverfahren für den neuen Moskauer Bürgermeister nach einem neuen, vereinfachten System ab. Die Stadt-Duma-Abgeordneten werden öffentlich über einen Kandidaten abstimmen. Die endgültige Kurzliste soll am 19. Juni feststehen, nachdem ein Gremium bis zum 18. Juni die Unterlagen von sechs Bewerbern geprüft hat. Die Sitzung zur Wahl und Ernennung ist vorläufig für den 20. September 2026 angesetzt. Einiges Russland hat bereits einen bevorzugten Kandidaten für das Rennen um das Moskauer Bürgermeisteramt. Mit der Ablehnung seiner Bewerbung in Jakutsk sieht sich Grigorjew vor das vorläufige Ende seiner Ambitionen gestellt. Gleichzeitig schreitet das Auswahlverfahren in Moskau nach klaren Fristen voran, während die Partei ihre internen Strategien weiterverfolgt.






