21 April 2026, 02:29

Gisèle Pelicot bricht ihr Schweigen über jahrelangen Missbrauch und ihren Kampf um Gerechtigkeit

Schwarzes und weißes Porträt einer Frau auf dem Cover von 'The Crisis'-Magazin, trägt ein weißes Kleid mit einem gemusterten Schultertuch, Haare zurückgebunden, Augen zur Seite gewandt, Lippen leicht geöffnet.

Gisèle Pelicot bricht ihr Schweigen über jahrelangen Missbrauch und ihren Kampf um Gerechtigkeit

Gisèle Pelicot erzählt in ihrer neuen Autobiografie Und die Freude am Leben von ihrem schrecklichen Schicksal. Das Buch, das am 17. Februar in 22 Sprachen erscheint, schildert jahrelangen Missbrauch durch ihren Ex-Mann und andere Männer, die dieser über das Internet anwarb.

Pelicot blickt darin auch auf ihren Kampf um Gerechtigkeit zurück – darunter ihre Weigerung, einen Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu akzeptieren. Ihr Bericht beschreibt sowohl das erlittene Trauma als auch ihren Weg, ihre Stimme zurückzugewinnen. Über ein Jahrzehnt lang setzte ihr Ex-Mann, Dominique Pelicot, ihr Beruhigungsmittel zu. Später stellte sie fest, dass er auch Vergewaltigungen durch Dutzende Männer organisiert hatte, die er online kennenlernt hatte. Die schockierende Wahrheit kam ans Licht, als sie Fotos von sich selbst entdeckte – bewusstlos und missbraucht. Die Bilder stürzten sie in fassungsloses Entsetzen.

Während des Prozesses bestand sie auf eine öffentliche Verhandlung und lehnte jeden Versuch ab, die Verhandlungen geheim zu halten. In ihrer Autobiografie beschreibt sie auch die tief verwurzelte Angst vor gesellschaftlicher Verurteilung, die sie einst zum Schweigen brachte. Heute spricht sie offen über das Martyrium und den langen Weg, das Geschehene zu verarbeiten.

Der Titel des Buches, Und die Freude am Leben, steht in krassem Gegensatz zu dem Leid, das sie ertrug. Mit der Veröffentlichung markiert Pelicot einen Wendepunkt – vom Opfer zur Überlebenden. Ihre Geschichte wird bald weltweit Leser erreichen. Die Autobiografie erscheint am 17. Februar in 22 Sprachen. Pelicots Schilderungen werfen ein Licht auf systemische Versäumnisse, die den Missbrauch über Jahre hinweg ermöglichten. Ihre Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, stellt das Tabu sexualisierter Gewalt infrage – und die Kultur der Verschwiegenheit, die solche Fälle oft umgibt.

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