07 May 2026, 20:38

Gestrandete Schweizer auf Sokotra: Keine Hilfe vom Staat nach saudischen Luftangriffen

Ein Plakat einer Person mit Hut und Koffer, betitelt "Drei Wochen von zu Hause durch Frankreich und die Schweiz", mit entschlossener Miene.

Gestrandete Schweizer auf Sokotra: Keine Hilfe vom Staat nach saudischen Luftangriffen

Eine kleine Gruppe Schweizer Staatsbürger bleibt nach erneuten saudischen Luftangriffen auf der jemenitischen Insel Sokotra gestrandet, da die Flüge ausgesetzt wurden. Die Schweizer Regierung bestätigte, dass sie keine Evakuierung organisieren werde und berief sich dabei auf rechtliche Grenzen für Eingriffe. Stattdessen riefen die Behörden Reisende dazu auf, vor der Einreise in Konfliktgebiete die Sicherheitshinweise zu beachten.

Die jüngsten Luftangriffe im Süden Jemens begannen in der Nacht auf Dienstag, nachdem sich die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Anführer einer jemenitischen Separatistengruppe zugespitzt hatten. Der Separatistenführer, der eigentlich zu Gesprächen in Riad erwartet wurde, verschwand stattdessen. Diese Eskalation hat eine Region weiter destabilisiert, die seit 2014 von einem Bürgerkrieg gezeichnet ist.

Die auf Sokotra gestrandeten Schweizer sehen sich nun mit abgesagten Flügen konfrontiert und können die Insel nicht verlassen. Die Schweizer Botschaft in Riad hat Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen, wird ihre Ausreise jedoch nicht organisieren. Gemäß Artikel 42 des Auslandschweizer-Gesetzes greifen Bundesbehörden nur ein, wenn sich Betroffene nicht selbst helfen können. In diesem Fall stuft das EDA Reisen in den Jemen entgegen den offiziellen Warnungen als „fahrlässig“ ein.

Es gilt das Prinzip der Eigenverantwortung – die gestrandeten Schweizer müssen daher selbst nach Lösungen suchen. Der Konflikt im Jemen hat sich in den letzten Wochen verschärft, was jede sichere Ausreise zusätzlich erschwert.

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Die Entscheidung der Schweizer Regierung überlässt es den Betroffenen auf Sokotra, ihre Lage eigenständig zu klären. Die Flüge bleiben vorerst gestrichen, und die Botschaft beobachtet die Situation weiter. Bisher wurde kein offizieller Evakuierungsplan bekannt gegeben.

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