13 March 2026, 07:00

FRIEBA meldet Insolvenz – doch die Produktion in Wuppertal läuft weiter

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit der Aufschrift "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

FRIEBA meldet Insolvenz – doch die Produktion in Wuppertal läuft weiter

Wuppertaler Textilhersteller FRIEBA meldet Insolvenz – Produktion läuft weiter

Der in Wuppertal ansässige Textilhersteller FRIEBA hat Insolvenz angemeldet, führt die Produktion aber vorerst wie gewohnt fort. Das 1923 gegründete Unternehmen bleibt betrieblich aktiv, während der Insolvenzverwalter nach einem neuen Investor sucht. Verhandlungen mit potenziellen Käufern verlaufen laut Angaben vielversprechend, was Hoffnungen auf eine zügige Übernahme nach Ostern weckt.

FRIEBA begann vor fast einem Jahrhundert als Carl Friedrich Barmen Maschinenfabrik. Heute fertigt das Unternehmen in einer 2.800 Quadratmeter großen Produktionsstätte Bänder, Schnüre, Fransen und Geflechte aus verschiedenen Materialien. Trotz des Insolvenzantrags läuft die Produktion stabil weiter – die motivierten Mitarbeiter bearbeiten weiterhin Kundenaufträge.

Die aktuellen Löhne werden über Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. FRIEBA strebt an, bis zum zweiten Quartal dieses Jahres wieder eigenständig Gehälter zu zahlen. Die Gespräche mit interessierten Investoren haben positiv begonnen; mit einer Einigung wird kurz nach den Osterfeiertagen gerechnet.

Der Insolvenzverwalter bewertet die Verhandlungen als aussichtsreich. Gelingt die Übernahme, könnte FRIEBA seine langjährige Textilproduktion unter neuer Führung fortsetzen.

Ein neuer Investor könnte die Zukunft des Unternehmens bereits in wenigen Wochen sichern. Die laufende Produktion und die stabile Auftragslage deuten auf einen reibungslosen Übergang hin – vorausgesetzt, der Deal kommt zustande. Mitarbeiter und Kunden warten nun gespannt auf die Bestätigung der Übernahme nach Ostern.

AKTUALISIERUNG

FRIEBA's Diverses Produktportfolio: Schlüsselsegmente und bediente Branchen

FRIEBA produziert über 3.000 Textilprodukte in verschiedenen Branchen. Das Unternehmen spezialisiert sich auf:

  • Paspeln (Bordüren) für Kleidung und Schuhe
  • Kordeln (Schnüre) in Flecht-, Strick- und Drehvarianten
  • Litzen (Borten) und Tressen (Quasten) für dekorative Anwendungen
  • Einfass-Borten (Bordüren) für präzise Fertigstellung
  • Bänder (Bänder) und Fransen ( Fransen) für Modeaccessoires
  • Individuelle Lösungen für Druck, Verpackung und Luxusgüterbranche