Freie Wähler NRW will Erzieherausbildung revolutionieren – mit dualem Studium und besserer Bezahlung
Felix HoffmannFreie Wähler NRW will Erzieherausbildung revolutionieren – mit dualem Studium und besserer Bezahlung
Freie Wähler NRW fordert grundlegende Reformen in der Erzieherausbildung
Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen (FREIE WÄHLER NRW) haben weitreichende Reformen in der frühkindlichen Bildung gefordert. Ihr Vorschlag sieht vor, die bisher theorielastigen schulischen Ausbildungsgänge abzuschaffen und durch eine vergütete, praxisorientierte Ausbildung zu ersetzen. Zudem plädiert die Vereinigung für strengere Personalschlüssel und bessere Bezahlung, um mehr Fachkräfte für den Bereich zu gewinnen.
Die FREIE WÄHLER NRW setzt sich dafür ein, die Erzieherausbildung als verpflichtendes duales Studium mit Vergütung umzugestalten. Nach ihrem Plan soll das aktuelle schulbasierte Modell zugunsten einer praxisintegrierten Ausbildung (PIA) abgeschafft werden, die bereits jetzt leistungsabhängige Löhne vorsieht. Die Vereinigung argumentiert, dass höhere Gehälter und praktische Erfahrung den Beruf attraktiver machen würden.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung einer verbindlichen Mindestausbildungsquote von 25 Prozent für Kita-Träger, die direkt an die Qualifikation des Personals geknüpft sein soll. Zudem fordert die Gruppe eine deutliche Reduzierung der Betreuungsschlüssel, um sie an wissenschaftliche Empfehlungen anzupassen. Um dies zu ermöglichen, sollen mehr Ausbildungsplätze an öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik geschaffen werden.
Die Vorschläge zielen darauf ab, langjährige Probleme in der frühkindlichen Bildung zu lösen, indem sie höhere Standards und bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Die flächendeckende Einführung des PIA-Modells wird als Möglichkeit gesehen, die Ausbildungsqualität zu steigern und gleichzeitig Fachkräfte im Beruf zu halten.
Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden sie die Ausbildung von Erzieher:innen und pädagogischen Fachkräften in Deutschland grundlegend verändern. Die Neuerungen würden strengere Personalanforderungen, bessere Gehaltsstrukturen und mehr Praxisanteile in der Ausbildung mit sich bringen. Das Ziel ist es, die Qualität der frühkindlichen Bildung zu erhöhen und den Beruf nachhaltiger zu gestalten.






