Frauentag in Mexiko: Tausende fordern Gerechtigkeit für Femizid-Opfer und Schutz vor Gewalt
Julian KleinFrauentag in Mexiko: Tausende fordern Gerechtigkeit für Femizid-Opfer und Schutz vor Gewalt
Tausende Frauen gingen am Internationalen Frauentag in ganz Mexiko auf die Straße, um Gerechtigkeit und Sicherheit zu fordern. In Dutzenden Städten, darunter Cuernavaca im Bundesstaat Morelos, demonstrierten sie gegen Femizide, geschlechtsspezifische Gewalt und das Versagen des Staates, die Rechte von Frauen zu schützen.
In Cuernavaca begann die Kundgebung an der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM) und endete am Kreisverkehr von Tlaltenango. Teilgenommen haben Mütter, die nach verschwundenen Angehörigen suchen, Studierende sowie Familien von Femizid-Opfern. Viele trugen Schilder und skandierten Parolen gegen die Rektorin der UAEM, Viridiana León Hernández, der sie vorwerfen, die Unsicherheit auf dem Campus zu ignorieren.
Die Demonstration gedachte auch Kimberly und Karol, zwei Studentinnen, die kürzlich in der Region ermordet wurden. Die Protestierenden kritisierten die Behörden des Bundesstaates, weil sie den Familien der Opfer die Gerechtigkeit verweigerten. Zudem verurteilten sie das Parlament, das sich weigert, Abtreibungen zu entkriminalisieren, und forderten mehr Respekt für den Körper und die Rechte von Frauen.
Die Proteste unterstrichen die anhaltenden Forderungen nach Rechenschaftspflicht und strukturellen Veränderungen. Angehörige von Verschwundenen, Studierende und Aktivistinnen schlossen sich zusammen, um stärkere Schutzmaßnahmen gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt durchzusetzen. Ihre Rufe nach Gerechtigkeit und politischen Reformen bleiben zentral für die Bewegung.






