Französisches Gericht verurteilt Angreifer des Journalisten Muhammad Mirzali zu Haftstrafen
Felix HoffmannFranzösisches Gericht verurteilt Angreifer des Journalisten Muhammad Mirzali zu Haftstrafen
Ein französisches Gericht hat sechs Männer wegen ihrer Beteiligung an einem Angriff auf den aserbaidschanischen Journalisten Muhammad Mirzali verurteilt. Der Vorfall ereignete sich im Juli 2023 und führte zu lebensbedrohlichen Verletzungen des Opfers. Der Hauptangeklagte, Emin Gasymov, erhielt mit 30 Jahren Haft die höchste Strafe. Die fünf weiteren Beteiligten wurden zu Haftstrafen zwischen fünf und 28 Jahren verurteilt. Die Tat wurde von einem politisch motivierten Netzwerk organisiert, das über mehrere Länder hinweg agierte.
Mirzali lebt weiterhin unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Aufgrund anhaltender Drohungen steht er unter ständigem Polizeischutz an einem geheim gehaltenen Ort.
Reporter ohne Grenzen begrüßte das Urteil als deutliches Signal an autoritäre Regime, die grenzüberschreitende Repression betreiben. Die Organisation forderte Frankreich und die Europäische Union auf, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, um solche Fälle zu bekämpfen und Exil-Dissidenten zu schützen. Die Entscheidung des Gerichts markiert einen wichtigen Schritt, um die Täter grenzüberschreitender Repression zur Verantwortung zu ziehen. Mirzali bleibt jedoch weiterhin auf Schutz angewiesen, da die Bedrohungen gegen ihn anhalten.
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