Ford in Köln baut Tausende Stellen ab – Elektroflaute zwingt zum radikalen Sparen
Amelie FrankeDer Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford in Köln baut Tausende Stellen ab – Elektroflaute zwingt zum radikalen Sparen
Ford reduziert Belegschaft in Köln im Rahmen eines radikalen Sparprogramms
Das Kölner Werk des Autokonzerns schrumpft seine Belegschaft deutlich: War der Standort einst mit 18.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region, zählt das Werk nun weniger als 9.000 Mitarbeiter. Die jüngsten Kürzungen sind eine Reaktion auf die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, die das Unternehmen zum schnellen Handeln zwang.
Der Personalabbau nahm im vergangenen Sommer konkrete Formen an, als Ford die Streichung von 2.900 Stellen vereinbarte. Rund 2.100 Beschäftigte erklärten sich bereit, das Unternehmen freiwillig zu verlassen, während weitere 800 Arbeitsplätze an externe Investoren übertragen wurden. So konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.
Zu Beginn dieses Jahres strich der Konzern überraschend fast 1.000 Produktionsstellen. Auslöser war ein drastischer Rückgang der Bestellungen für Elektroautos, wodurch die Belegschaft von etwa 10.500 auf die aktuelle Zahl sank.
Parallel sucht Ford nach Investoren, die Teile des Werks – darunter die Werkzeugfertigung und den Druckguss – übernehmen sollen. Bisher haben sich jedoch keine offiziellen Käufer gemeldet, und es wurden keine Unternehmen namentlich genannt. Die Suche soll wie geplant bis zum Sommer fortgesetzt werden.
Trotz der Einschnitte hat Ford Milliarden in die Modernisierung des Kölner Standorts für die Elektroauto-Produktion investiert. Ziel ist es, die deutsche Tochter durch diese Sparmaßnahmen wieder in die Gewinnzone zu führen.
Mit dem nun erreichten Personalabbauziel wird die Belegschaft des Werks bald unter 9.000 Beschäftigte fallen – ein steiler Rückgang gegenüber dem Höchststand von 2019. Während Ford Deutschland sich auf die finanzielle Erholung konzentriert, läuft die Suche nach Investoren für bestimmte Betriebsbereiche weiter.