06 April 2026, 18:18

FDP fordert Stopp der Buschfeld-Pläne: Solingen droht 50 Hektar Gewerbeflächen-Minus

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Bereichen für Gebäude, Straßen und weitere Merkmale.

FDP fordert Stopp der Buschfeld-Pläne: Solingen droht 50 Hektar Gewerbeflächen-Minus

Die Solinger FDP-Fraktion hat einen sofortigen Stopp der Verhandlungen mit der Bezirksregierung über Änderungen im Bereich Buschfeld gefordert. Die Gruppe besteht darauf, dass die Stadt ihren Antrag auf Umnutzung des Gebiets zurückziehen muss. Die Forderung kommt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich des Umgangs der Stadt mit dem Mangel an Gewerbeflächen.

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Die Verwaltung hatte geplant, einen neuen Antrag zur Änderung des Regionalplans für Buschfeld einzureichen. Die FDP wirft der Stadt jedoch vor, dabei eine zentrale Auflage des Rates zu ignorieren. Wie die Fraktionssprecherin Nina Brattig betont, müsse jede Umnutzung von Buschfeld mit einem gleichwertigen Ersatzstandort innerhalb Solingens einhergehen.

Ohne eine geeignete Alternative würde die Herausnahme Buschfelds aus der gewerblichen Nutzung das Flächendefizit der Stadt weiter verschärfen. Aktuelle Schätzungen zufolge könnte das Minus auf 50 Hektar anwachsen. Die FDP hat Oberbürgermeister Tim Kurzbach aufgefordert, die Ratsentscheidung zu respektieren und das Verfahren zu stoppen.

Die Haltung der Fraktion spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit der Art und Weise wider, wie die Verwaltung die Flächenplanung handhabt. Die geplanten Änderungen widersprächen dem demokratischen Willen des Rates und gefährdeten die weitere wirtschaftliche Entwicklung vor Ort, so die Kritik.

Mit ihrem Vorstoß setzt die FDP die Stadt unter Zugzwang, ihre Strategie für Buschfeld zu überdenken. Sollte der Antrag ohne Ersatzfläche vorangetrieben werden, droht Solingen eine noch größere Lücke bei den verfügbaren Gewerbeflächen. Die weitere Entwicklung hängt nun davon ab, ob die Verwaltung ihre Pläne anpasst oder am aktuellen Vorschlag festhält.

Quelle