Ex-Kongressabgeordneter Rivera vor Gericht: Lobby-Skandal um Venezuela-Sanktionen
Amelie FrankeEx-Kongressabgeordneter Rivera vor Gericht: Lobby-Skandal um Venezuela-Sanktionen
Ein viel beachteter Prozess gegen den ehemaligen Kongressabgeordneten David Rivera beginnt am 16. März mit der bereits laufenden Geschworenenauswahl. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe, Rivera habe versucht, die Regierung unter Donald Trump dazu zu bewegen, Sanktionen gegen das Regime von Nicolás Maduro in Venezuela zu lockern. Der US-Senator Marco Rubio, ein langjähriger Kritiker autoritärer Herrschaft in Lateinamerika, wird als Zeuge aussagen.
Rivera wird beschuldigt, während Trumps erster Amtszeit eine verdeckte Lobbykampagne organisiert zu haben. Die Anklage wirft ihm vor, über 5 Millionen Dollar erhalten zu haben, um als nicht registrierter ausländischer Agent für einen venezolanischen Staatsbürger aufzutreten. Die Anklagepunkte umfassen Verschwörung, unterlassene Registrierung als ausländischer Agent sowie Geldwäsche.
Rivera und seine Mitangeklagte Esther Nuhfer müssen sich nun vor einem Bundesgericht in New York verantworten. In den Fall verwickelt sind auch Personen aus dem Umfeld der Trump-Administration, darunter die ehemalige Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles.
Der Prozess folgt auf die Festnahme Maduros selbst im Januar, der derzeit wegen separater Drogenhandelsvorwürfe in Haft sitzt. Riveras angebliche Bemühungen, die US-Sanktionen gegen Maduros Regierung aufzuweichen, bilden einen zentralen Bestandteil der Anklage.
Rivera und Rubio verbindet eine politische Vergangenheit: In den 1990er-Jahren lebten sie als junge kubanisch-amerikanische Politiker gemeinsam in Tallahassee. Rubio, bekannt für seine harte Haltung gegen die Regime von Castro und Maduro, hat sich wiederholt öffentlich gegen Autoritarismus in der Region ausgesprochen. Seine Aussage könnte Aufschluss über Riveras politische Verbindungen und Motive geben.
Im Prozess wird untersucht, ob Rivera illegal für die venezolanische Regierung Lobbyarbeit bei US-Behörden betrieben hat. Eine Verurteilung könnte erhebliche rechtliche Konsequenzen für beide Angeklagten nach sich ziehen. Die Verhandlung könnte zudem Licht auf umfassendere Versuche werfen, die US-Politik gegenüber der Maduro-Administration zu beeinflussen.






