EVN beendet Kohleausstieg mit Verkauf von Kraftwerk Walsum 10
EVN steigt mit Ausstieg aus dem Kraftwerk Walsum 10 vollständig aus der Kohleverstromung aus
Nach dem Rückzug aus dem Kohlekraftwerk Walsum 10 in Deutschland hat der Energiekonzern EVN die Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung vollständig beendet. Der Ausstieg folgt auf Jahre technischer Probleme und juristischer Auseinandersetzungen um die Anlage. Durch den Verzicht auf Kohle konnte das Unternehmen seine Emissionen bereits um 75 Prozent senken.
EVN war 2005 als Minderheitsgesellschafter mit 49 Prozent neben Steag in das Walsum-Projekt eingestiegen. Von Anfang an wurde der Bau jedoch von Verzögerungen und Mängeln geplagt – vor allem wegen fehlerhaften Stahls, den der Zulieferer Hitachi geliefert hatte. Die ursprünglich für 2010 geplante Inbetriebnahme verzögerte sich um Jahre; erst Ende 2013 nahm das Kraftwerk den kommerziellen Betrieb auf.
Aufgrund der anhaltenden Probleme erhielten EVN und Steag eine Entschädigung in Höhe von 200 Millionen Euro. Dennoch trug Walsum 10 weniger als drei Prozent zum Gesamtumsatz der EVN-Gruppe bei. Nun ist der Stromabnahmevertrag des Unternehmens mit dem Kraftwerk ausgelaufen, und EVN hat seinen Anteil vollständig an Steag übertragen.
Mit diesem Schritt hat EVN den Ausstieg aus der Kohle abgeschlossen und seinen CO₂-Fußabdruck deutlich verringert. Die Emissionen aus der Energieerzeugung sind dadurch um drei Viertel gesunken.
Der Rückzug aus Walsum 10 markiert das Ende von EVNs Kohleaktivitäten. Die von Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten geprägte Geschichte des Kraftwerks gehört für das Unternehmen nun der Vergangenheit an. Künftig konzentriert sich EVN vollständig auf Energiequellen mit geringeren Emissionen.






