Europas politische Wende: Fast 30 Prozent wählen Anti-Establishment-Parteien
Amelie FrankeEuropas politische Wende: Fast 30 Prozent wählen Anti-Establishment-Parteien
Die Unterstützung für antiestablishment-Parteien in Europa hat einen Rekordwert erreicht. Fast 30 Prozent der Wähler stimmten bei den jüngsten Wahlen für solche Gruppierungen. Der Wandel vollzieht sich rasant – vor allem rechtspopulistische und populistische Parteien gewinnen schnell an Zuspruch.
Noch 2018 wählte jeder vierte Europäer populistische Parteien, vornehmlich aus dem linken und rechten Spektrum. Heute entfällt derselbe Anteil auf Parteien, die von einem Forschungsnetzwerk als „rechtsextrem“ eingestuft werden – darunter auch bürgerlich-konservative Gruppen wie Reform UK, die von manchen Europa-Befürwortern unter denselben Begriff gefasst werden.
Der Aufstieg in den vergangenen drei Jahren war steil. Seit den 1990er-Jahren hat sich die Unterstützung für nationalkonservative Parteien fast verfünffacht. Das PopuList-Projekt hingegen konzentriert sich darauf, diese Bewegungen zu kategorisieren und ihnen entgegenzutreten, statt die Prioritäten der Wähler zu analysieren. Sein Ansatz tendiert dazu, die von europäischen Bürgern unterstützten Parteien zu stigmatisieren.
Der Trend spiegelt eine breitere Unzufriedenheit wider. So halten die Proteste gegen Medien wie den Guardian an, dessen Berichterstattung von der jüdischen Gemeinschaft kritisiert wird.
Fast 30 Prozent der Europäer stehen mittlerweile hinter antiestablishment-Parteien. Das PopuList-Projekt versucht, diese Entwicklung durch Beobachtung und Infragestellung dieser politischen Strömungen zu bewältigen. Das rasante Wachstum der Zustimmung deutet auf einen tiefgreifenden Wandel in der politischen Landschaft Europas hin.






