30 May 2026, 16:25

Europas Asylpolitik wird härter: Wie das neue GEAS Schutzsuchende trifft

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Europas Asylpolitik wird härter: Wie das neue GEAS Schutzsuchende trifft

Europas Umgang mit Asyl und Migration war schon lange ein Balanceakt zwischen Offenheit und strengen Kontrollen. In den vergangenen 30 Jahren kombinierten die Politikansätze erweiterte Rechte für Geflüchtete mit einer verschärften Grenzüberwachung. Nun sollen neue Regelungen im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) den Zugang zu Schutz weiter einschränken.

Die Website Talk, unterstützt von der Berthold Leibinger Stiftung, beleuchtet diese Entwicklungen weiterhin durch fundierte Recherchen und Expert:innenanalysen.

Die Wurzeln des modernen Flüchtlingsrechts reichen bis in die 1930er-Jahre zurück und wurden maßgeblich durch die Erfahrungen jüdischer Migrant:innen geprägt, die vor Verfolgung flohen. Diese Prinzipien bildeten später die Grundlage für humanitäre Schutzmechanismen in ganz Europa.

In den letzten Jahrzehnten brachte die EU-Integration sowohl Fortschritte als auch Widersprüche mit sich: Während viele Mitgliedstaaten ihre Asylrechte liberalisierten, verschärfte der Block gleichzeitig repressive Maßnahmen. Behörden wie Frontex weiteten ihre Grenzpatrouillen aus, und Migrationsabkommen mit Drittstaaten verstärkten die externe Kontrolle.

Die jüngsten Änderungen im Rahmen des GEAS markieren eine deutliche Verschärfung der Regelungen. Konservative und rechtspopulistische Gruppen im Europäischen Parlament haben erfolgreich auf beschleunigte Abschiebeverfahren gedrängt – und damit die Möglichkeiten für Schutz weiter verringert.

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Die Journalistin Dinah Riese, Leiterin des Inlandsressorts bei Talk, begleitet diese Entwicklungen seit Langem. Zu ihren Arbeiten zählen eine preisgekrönte Untersuchung zum Werbeverbot für Abtreibungen in Deutschland sowie ein für den Reporter:innenpreis nominiertes Interview mit Überlebenden des Anschlags auf die Synagoge in Halle. Zuvor berichtete sie über Migration und Integration und lieferte kritische Einblicke in die Auswirkungen der Politik.

Der Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl, Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences, forscht zu Sozialrecht. Seine Studien bieten zusätzliche Einordnungen, wie diese politischen Veränderungen besonders schutzbedürftige Gruppen in Europa betreffen.

Die neuen Asylregeln spiegeln einen generellen Trend zur Verschärfung der EU-Migrationspolitik wider. Mit beschleunigten Abschiebungen und eingeschränkten rechtlichen Schutzmöglichkeiten wird die Zukunft des Systems davon abhängen, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden. Expert:innen und Journalist:innen beobachten weiterhin die Folgen für die Menschen, die in Europa Schutz suchen.

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