24 March 2026, 18:17

Essen setzt auf Bierdeckel, um Bürger über Olympiabewerbung zu befragen

Plakat für das Bayerische Bierfest in München, Deutschland, mit einem gekrönten Gesicht inmitten von Text.

Essen setzt auf Bierdeckel, um Bürger über Olympiabewerbung zu befragen

Essen startet neue Idee, um Bürger über die Zukunft der Stadt ins Gespräch zu bringen

Mit der Initiative Pottdeckel (oder Ruhr-Untersetzer) verwandelt die Stadt gewöhnliche Bierdeckel in ein Werkzeug für bürgerschaftliches Engagement. Ab diesem Monat liegen die Untersetzer in Bars und Restaurants in ganz Essen aus – mit dem Ziel, Gespräche über lokale Themen anzuregen, darunter auch eine mögliche Olympiabewerbung.

Das Pottdeckel-Projekt ist Teil der Kommunikationsstrategie Essens für die Rhein-Ruhr-Bewerbung um die Olympischen Spiele. Rund 50 Gaststätten verteilen die bedruckten Untersetzer mit kurzen, zum Nachdenken anregenden Fragen zur Ausrichtung der Spiele. Jeder Bierdeckel enthält zwei QR-Codes: Einer führt zu einer Informationsseite über die Bewerbung, der andere zu einer anonymen Feedback-Plattform.

Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Idee als Möglichkeit, die Olympiadiskussion in den Alltag der Menschen zu tragen. Statt formeller Versammlungen oder Online-Umfragen sollen die Untersetzer lockere Gespräche bei einem Getränk anregen. Die Stadt hofft, mit diesem informellen Ansatz auch Menschen zu erreichen, die sich sonst nicht an städtischen Debatten beteiligen.

Bisher hat sich nur Leipzig öffentlich mit einer Bewerbung für die Olympischen oder Paralympischen Spiele 2036 beschäftigt. Essens Pottdeckel-Initiative setzt auf basisdemokratische, direkte Bürgerbeteiligung. Die Stadt plant, die Untersetzer auch über die Olympiakampagne hinaus zu nutzen, um künftig weitere kommunale und gesellschaftliche Themen zu behandeln.

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Der Pottdeckel bleibt ein dauerhaftes Instrument für Bürgerbeteiligung in Essen. Einwohner können nun ihre Meinung zur Olympiabewerbung – oder zu zukünftigen Stadtprojekten – beim Essen oder Trinken äußern. Die Initiative will öffentliche Diskussionen zugänglicher machen, indem sie die Menschen dort abholt, wo sie sich ohnehin versammeln.

Quelle