14 March 2026, 14:22

Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Podium mit Mikrofon und einer Tafel mit Text stehen und sitzen, mit Flaggen, einer Tafel, einem Feuerlöscher und Deckenleuchten an der Rückwand.

Dinslakens erstes Stadtgespräch bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch

Dinslakens erstes Stadtgespräch fand am 11. März 2026 im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld statt

Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über drängende lokale Themen zu diskutieren – von Haushaltsfragen bis zu anstehenden Infrastrukturprojekten.

Die Veranstaltung sollte die Gemeinschaft enger mit der Stadtführung verknüpfen. Viele Teilnehmer begrüßten die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt vorzubringen. Die Themen reichten von Steuererhöhungen und Schulneubauten über die Zukunft des Hiesfelder Freibads bis hin zur Effizienz der Stadtverwaltung.

Bürgermeister Panke eröffnete die Runde mit der Betonung, wie wichtig die Stadtgespräche für die Zukunft Dinslakens seien. Er kündigte mehrere Schlüsselprojekte an, darunter eine neue Turnhalle für die EBGS-Schule, Sanierungen an der Feuerwehrwache Eppinghoven sowie das kürzlich fertiggestellte Schulzentrum in Hiesfeld. Zudem plant die Stadt, die Straßenlaternen auf energieeffiziente LEDs umzurüsten.

Stadtkämmerer Achim Thomae skizzierte anschließend die finanziellen Herausforderungen und kündigte an, die Grundsteuer B (Grundsteuer für bebaute Grundstücke) im Rahmen von Sparmaßnahmen anzuheben. Der Haushaltsentwurf, der am 26. März im Stadtrat zur Abstimmung steht, stand im Mittelpunkt der Debatte. Bürger fragten, ob frühere Maßnahmen die aktuelle Haushaltslage hätten entspannen können, und äußerten Bedenken zu Fehlzeiten in der Verwaltung sowie zur Führung der örtlichen Eishalle.

Auch die Zukunft des Hiesfelder Freibads sorgte für Diskussionen. Die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) haben ein Konzept zur Neugestaltung des Geländes vorgelegt; die Vertragsverhandlungen laufen derzeit. In den vergangenen fünf Jahren konzentrierte sich die EGLV vor allem auf die Renaturierung von Gewässern im Ruhrgebiet, etwa die Ufergestaltung der Emscher in Dortmund oder die Verbesserung der Wasserqualität im Rhein-Herne-Kanal. Ihr Engagement beim Freibadprojekt in Dinslaken markiert nun einen Schritt hin zu lokaler Infrastrukturkooperation.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer fielen gemischt, aber überwiegend positiv aus. Eine Anwohnerin lobte das neue Format als gelungene Plattform für Austausch und offene Gespräche. Die Stadt bestätigte, dass im Herbst ein weiteres Stadtgespräch stattfinden wird, um den Dialog zwischen Verwaltung und Bürgerschaft fortzuführen.

Am Ende der Veranstaltung standen Klarheit über mehrere anstehende Projekte – von Schulsanierungen bis zur modernen Beleuchtung – sowie die Ankündigung, dass die geplanten Steueranpassungen im Rahmen der Haushaltsabstimmung am 26. März final beschlossen werden.

Während die Verhandlungen über das Freibadgelände noch laufen, bietet das nächste Stadtgespräch in diesem Jahr weitere Möglichkeiten für Bürgerbeteiligung. Die Initiative zeigt bereits jetzt Potenzial, um die Kommunikation zwischen Bevölkerung und Stadtspitze nachhaltig zu stärken.

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