Die Linke will Cannabis-Reformen durchsetzen – und scheitert an der Bürokratie
Julian KleinDie Linke will Cannabis-Reformen durchsetzen – und scheitert an der Bürokratie
Die Linke fordert umfassende Reformen der deutschen Cannabisgesetze. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die von der Partei als „systematische Mängel“ bezeichneten Probleme im aktuellen System zu beheben, das den Konsum der Droge im vergangenen Jahr teilweise legalisiert hatte. Die Partei setzt sich für vereinfachte Regelungen, bessere Finanzierung von Suchthilfeangeboten und einen stärkeren legalen Markt ein.
Die Ampelkoalition hatte in ihrer letzten Legislaturperiode die Teillegalisierung auf den Weg gebracht. Doch Die Linke kritisiert, dass bürokratische Hürden Cannabis-Clubs weiterhin daran hindern, reibungslos zu arbeiten. In einem Antrag verweist die Partei darauf, dass diese Clubs 2024 weniger als 0,1 Prozent des Gesamtbedarfs gedeckt hätten.
Die Linke fordert bundesweit vereinheitlichte und beschleunigte Genehmigungsverfahren für die Clubs. Zudem schlägt sie vor, Mindestabstandsregeln für den Cannabiskonsum abzuschaffen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Überarbeitung der THC-Grenzwerte für Autofahrer: Die aktuellen Bestimmungen würden Cannabiskonsumenten demnach strenger behandeln als Alkoholkonsumenten.
Über die nationalen Änderungen hinaus drängt Die Linke die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für eine vollständige Legalisierung einzusetzen. Ein Rückbau der bestehenden Teillegalisierung lehnt die Partei kategorisch ab. Stattdessen fordert sie garantierte Qualitätsstandards und klare Angaben zur Wirkstoffstärke – sowohl bei medizinischen als auch bei Freizeitprodukten.
Um Nutzer besser zu unterstützen, verlangt Die Linke deutlich höhere staatliche Mittel. Präventionsmaßnahmen, Schadensminimierung und Suchtbehandlungsprogramme sollen im Rahmen ihrer Pläne deutlich ausgebaut werden.
Die Vorschläge der Partei konzentrieren sich darauf, einen funktionsfähigen legalen Markt zu schaffen und gleichzeitig Sicherheit sowie Zugang zu verbessern. Würden die Änderungen umgesetzt, hätten sie weitreichende Folgen: Sie würden den Betrieb der Clubs erleichtern, die Verkehrsregeln anpassen und die Unterstützungsangebote ausweiten. Die Linke betont, dass diese Schritte notwendig seien, um die Nachfrage der Verbraucher zu decken und den Schwarzmarkt einzudämmen.






