Die Linke wählt neue Doppelspitze und positioniert sich klar zum Gaza-Konflikt
Julian KleinDie Linke wählt neue Doppelspitze und positioniert sich klar zum Gaza-Konflikt
Die Linke hat auf ihrem dreitägigen Parteitag in Potsdam eine neue Führung gewählt. Die Delegierten bestimmten Luigi Pantisano zum neuen Co-Vorsitzenden und bestätigten Ines Schwerdtner in ihrem Amt. Auf der Veranstaltung ging es auch um die strategische Ausrichtung der Partei sowie umstrittene Themen – darunter die Haltung zu Israels Vorgehen im Gazastreifen.
Jan van Aken war aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender zurückgetreten und hatte nicht mehr kandidiert. Sein Nachfolger, Luigi Pantisano, erhielt knapp über 53 Prozent der Stimmen. Sowohl er als auch Ines Schwerdtner traten ohne Gegenkandidaten an.
Schwerdtner steigerte ihr Ergebnis von 2024 und erreichte diesmal eine Zustimmung von rund 86 Prozent. Die Position der Partei zu Israels Militäroperationen in Gaza hatte tiefgreifende interne Spannungen offenbart. Bis zum Ende des Parteitags einigten sich die Delegierten auf einen Kompromiss und stuften die Handlungen offiziell als Völkermord ein.
An der Spitze der Linken stehen nun Pantisano und Schwerdtner. Der Parteitag endete mit einer klaren Haltung zu Gaza und einer präziseren strategischen Ausrichtung. Beide werden die Partei in ihre nächste Phase führen.






