02 April 2026, 12:23

Defekter Notausgang legt Sporthalle in Köln-Poll wochenlang lahm

Feuerwehrmann in voller Montur vor einer raucherfüllten Tür eines brennenden Gebäudes, mit einer Tür mit der Aufschrift 'BX1' rechts und einem undeutlichen Objekt links.

Defekter Notausgang legt Sporthalle in Köln-Poll wochenlang lahm

Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 leiden seit Wochen unter Trainingsausfällen – defekter Notausgang verschließt Sporthalle

Die Sportlerinnen und Sportler des Kölner Turnvereins Poll 1904 kämpfen seit Wochen mit massiven Einschränkungen, nachdem ein defektes Türschloss sie aus ihrer Trainingsstätte verdrängt hat. Im Mittelpunkt des Problems steht eine fehlerhafte Paniktürverriegelung in der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße in Köln. Über 300 Athletinnen und Athleten müssen nun bereits seit mehr als drei Wochen auf ihr reguläres Training verzichten.

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Auslöser war ein Defekt am Notausgang: Die Panikschloss-Mechanik versagte, sodass die Tür nicht mehr sicher genutzt werden konnte. Aus Sicherheitsgründen durfte der Verein die Tür auch nicht einfach offenhalten, wie die Vorsitzende Ute Ahn erläutert. Ohne funktionierende Verriegelung war eine sichere Nutzung der Halle für das Training nicht möglich.

Die Stadt Köln reagierte mit einer Übergangslösung und brachte ein provisorisches Schloss an, das die Tür vorläufig wieder benutzbar machte. Doch der Vereinsvorstand lehnte diese Maßnahme ab – mit der Begründung, sie erfülle nicht die Anforderungen an einen sicheren Notausgang im Brandfall. Daraufhin wurde ein komplett neuer Mechanismus bestellt, doch Lieferengpässe verzögerten die Auslieferung.

In dieser Woche soll nun endlich das Ersatzteil eintreffen. Sobald es vor Ort ist, wird das von der Stadt beauftragte Unternehmen die neue Paniktürverriegelung umgehend einbauen. Unklar bleibt jedoch, wie lange die Halle vor der Notlösung ungenutzt blieb, da es keine öffentlichen Aufzeichnungen über den genauen Zeitraum der ersten Sperrung gibt.

Mit der Ankunft des Ersatzteils könnte der Turnverein nach wochenlangen Unterbrechungen endlich wieder mit dem Training beginnen. Die Stadt plant eine zügige Installation, um den Vollbetrieb der Sporthalle schnellstmöglich wiederherzustellen. Bis dahin warten rund 300 Mitglieder weiter darauf, zu ihren gewohnten Abläufen zurückkehren zu können.

Quelle