DEA ließ Fentanyl nach New Mexico liefern – während Todesfälle stiegen
Bundesdrogenermittler erlaubten zwischen 2023 und 2025 Lieferungen von Fentanyl nach New Mexico. Gleichzeitig führte die US-Drogenbehörde DEA eine öffentliche Kampagne durch, in der sie vor den tödlichen Risiken der Droge warnte. Während in anderen Teilen der USA die Zahl der Überdosis-Todesfälle zurückging, stiegen sie im Bundesstaat stark an.
Die Strategie der DEA sah vor, kontrollierte Mengen Fentanyl in den Bundesstaat gelangen zu lassen. Parallel dazu bewirbt die Behörde ihre Initiative „Eine Pille kann töten“, um auf die Gefahren der Droge aufmerksam zu machen. Dieses Vorgehen könnte gegen Richtlinien des Justizministeriums verstoßen und die öffentliche Sicherheit gefährdet haben.
Allein in New Mexico stieg die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr um 21 Prozent – bundesweit ging sie dagegen um 14 Prozent zurück. Im Jahr 2024 starb ein 15 Monate altes Mädchen in Española, nachdem es die Drogen seiner Mutter eingenommen hatte.
Gouverneurin Michelle Lujan Grisham kündigte an, von der DEA Milliardenentschädigungen in einem Zivilverfahren einzufordern. Zudem verlangte sie vom Weißen Haus und dem Kongress die Zusicherung, dass die umstrittene Praxis eingestellt wurde. Bürgermester Tim Keller aus Albuquerque bezeichnete Fentanyl als größte Herausforderung der Stadt und verband die Droge mit Kriminalität und überlasteten kommunalen Ressourcen.
Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats hat inzwischen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen die verantwortlichen Bundesbeamten eingeleitet.
Die Handhabung der Fentanyl-Lieferungen durch die DEA stößt auf scharfe Kritik. Die politischen Führungskräfte des Bundesstaats gehen nun juristisch und politisch gegen die Folgen vor. Während die Behörden die Auswirkungen der umstrittenen Strategie prüfen, steigen die Überdosis-Zahlen weiter an.
