Dagmar Frederic kritisiert fehlende Abwechslung im Schlager-Fernsehen
Dagmar Frederic, eine Schlager-Legende mit über 60 Jahren Branchen-Erfahrung, hat mit ihren pointierten Äußerungen im deutschen Fernsehen erneut für Gesprächsstoff gesorgt. Die 80-jährige Sängerin kritisierte kürzlich beliebte Schlager-Formate dafür, immer wieder dieselben Stars einzuladen. Ihre Worte kommen zu einer Zeit, in der sie trotz bescheidener Rente noch bis zu 60 Auftritte im Jahr absolviert.
Frederics jüngste Kritik zielt auf den Mangel an Nachwuchskräften in den großen Schlager-Shows. Zwar nannte sie keine konkreten Sendungen, doch machte sie die Redaktionen – nicht die Moderatoren – für die sich wiederholenden Gäste-Listen verantwortlich. In der Vergangenheit hatte sie bereits bekannte Gesichter wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella in Schutz genommen und betont, dass diese nicht für die fehlende Abwechslung verantwortlich seien.
Ihre direkte Art ist kein Novum. Schon 2018 erklärte sie, sie habe keine Lust, sich "anzubiedern", um Fernsehauftritte zu ergattern. Trotz ihrer langen Karriere war sie nie bei Shows von Andrea Kiewel oder Silbereisen zu Gast. Zwar brachten jüngste Folgen von Zarrella Live! einige neue Acts wie Die Großstadtengel, Sonia Liebing oder Santiano auf die Bühne, doch gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie oft Newcomer im Vergleich zu etablierten Stars auftreten.
Frederics Aussagen folgen auf eine kürzlich geäußerte, schlagfertige Bemerkung über ihren Ehemann, die kurzzeitig Schlagzeilen machte. Doch ihr Fokus bleibt auf den Herausforderungen der Branche – besonders für ältere Künstler. Trotz geringer finanzieller Unterstützung bleibt sie aktiv und beweist damit ihre Hingabe zur Schlagermusik.
Ihre Kritik unterstreicht die anhaltende Debatte über Vielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen. Zwar erhalten vereinzelt neue Künstler eine Chance, doch die meisten Auftritte gehen nach wie vor an bekannte Namen. Die Sängerin selbst bleibt unterdessen auf Tour und setzt auf Live-Auftritte statt auf Fernsehpräsenz, um ihre Karriere am Laufen zu halten.






