Dagmar Becker verlässt Solingens Rathaus nach prägendem Jahrzehnt der Veränderungen
Julian KleinDagmar Becker verlässt Solingens Rathaus nach prägendem Jahrzehnt der Veränderungen
Dagmar Becker, die Solinger Dezernentin der Grünen für Schulen, Kultur, Jugend, Sport und Integration, hat nach zehn Jahren im Amt offiziell ihren Rücktritt erklärt. Ihre Amtszeit war geprägt von umfangreichen Investitionen in Bildung, Gleichstellung und Gemeinschaftsprojekte – ein Jahrzehnt, das bei Kollegen wie Bürgern gleichermaßen als prägend für die Stadtentwicklung gilt.
Während Beckers Amtszeit flossen über 600 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau von Bildungseinrichtungen. Unter ihrer Führung rückte die frühkindliche Förderung in den Fokus: Bereits im kommenden Jahr soll eine flächendeckende Ganztagsbetreuung realisiert sein. Zudem setzte sie sich vehement für Gleichberechtigung ein, trieb die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen voran und förderte nachhaltig die Vielfalt in der Stadtverwaltung.
Ihr Ressort verwirklichte zentrale Infrastrukturprojekte, darunter die Sanierung des Theaters Solingen, des Ittertals und der Klingenhalle. Neue Freizeitangebote wie das Familienbad Vogelsang entstanden, während Jugendzentren wie das Rollhaus und die Monkeys Jugendlichen zusätzliche Perspektiven eröffneten. Für ihr Engagement in kulturellen und sozialen Belangen erhielt Becker wiederholt Anerkennung.
Seit 2022 arbeitete Becker eng mit ihrer Nachfolgerin, Anna Lenker-Koukounarakis, zusammen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Der Übergabeprozess wurde sorgfältig gesteuert, um die Kontinuität laufender Projekte und Politiken zu sichern.
Mit Beckers Ausscheiden endet eine prägende Phase der Solinger Kommunalpolitik – besonders in Zeiten finanzieller Herausforderungen. Nun liegt es an ihrer Nachfolgerin, auf den in den vergangenen zehn Jahren gelegten Grundlagen aufzubauen. Ihr Erbe umfasst gestärkte Bildungssysteme, verbesserte Kultureinrichtungen und einen inklusiveren Führungsansatz in der Stadtverwaltung.






