07 June 2026, 18:15

Cyberkriminalität bedroht jedes fünfte europäische Unternehmen – doch viele schweigen

Cybercrime und wie man ihm begegnet

Cyberkriminalität bedroht jedes fünfte europäische Unternehmen – doch viele schweigen

Cyberkriminalität bleibt eine wachsende Bedrohung für europäische Unternehmen – fast jedes fünfte Unternehmen war in den letzten fünf Jahren Opfer eines gezielten Angriffs. Trotz der Meldepflicht nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden drei Viertel dieser Vorfälle nicht gemeldet, sodass viele Sicherheitslücken ungelöst bleiben.

Auf einer kürzlichen Veranstaltung des Marketing Club Mönchengladbach e.V. warnte Hauptkommissar Peter Vahrenhorst vor den steigenden Risiken durch Cyberkriminalität. Seine Aussagen untermauerte eine aktuelle Studie, der zufolge 46 Prozent der erfolgreichen Angriffe auf schlecht geschulte Mitarbeiter abzielen – häufig über Phishing-E-Mails.

Die Umfrage ergab zudem, dass 62 Prozent der Befragten davon ausgehen, Hacker seien der Sicherheitssoftware-Entwicklung in puncto Innovation einen Schritt voraus. Diese Lücke stellt besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine Herausforderung dar, die zunehmend ins Visier der Angreifer geraten.

Die digitale Transformation bleibt für 80 Prozent der europäischen Firmen Priorität – mit Schwerpunkten in Cloud-Technologien, Automatisierung, IoT, KI und maschinellem Lernen. Doch der anhaltende Druck durch Cyberangriffe bremst die Fortschritte in diesen Bereichen aus.

Da die meisten Vorfälle weiterhin unentdeckt oder ungemeldet bleiben, sind Unternehmen weiterhin ungeschützt. Der Fokus auf digitale Modernisierung muss daher mit stärkeren Sicherheitsmaßnahmen einhergehen, um sich gegen die wachsenden Bedrohungen zu wappnen. Ohne Gegenwehr bleiben Firmen anfällig für kostspielige und betriebsstörende Attacken.

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