07 May 2026, 00:20

Cyberangriffe auf Schulen: Prüfungen ausgefallen, Daten im Darknet veröffentlicht

Eine Gruppe von Schülern in einem Klassenzimmer mit Laptops, Taschen auf dem Boden und einer Wand mit Text, die einen Online-Kurs in Ghana anzeigt.

Cyberangriffe auf Schulen: Prüfungen ausgefallen, Daten im Darknet veröffentlicht

Schulen in ganz Deutschland sehen sich einer wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt, da digitale Systeme zunehmend ins Visier von Hackern geraten. Aktuelle Vorfälle haben Prüfungen lahmgelegt, persönliche Daten offengelegt und Sorgen um den Schutz sensibler Informationen im Bildungsbereich geschürt.

In Nordrhein-Westfalen mussten Abschlussprüfungen verschoben werden, nachdem Schüler keine Zugang zu Prüfungsunterlagen hatten. Ursache war ein Datenleck bei der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS), bei dem über 16.000 Datensätze ungeschützt im Netz zugänglich waren. Als Notlösung erwogen Behörden sogar, die Zwei-Faktor-Authentifizierung vorübergehend abzuschalten.

Unterdessen wurde im schweizerischen Basel-Stadt das Erziehungsdepartement Opfer eines Hackerangriffs: Die Täter stahlen persönliche Daten von Lehrkräften und Schülern und veröffentlichten sie im Darknet. Die Vorfälle bestätigen Warnungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das von einer zunehmenden Bedrohungslage für Schulen spricht.

Experten nennen Identitätsdiebstahl, Ransomware und fehlerhafte Systemkonfigurationen als größte Risiken. Als Gegenmaßnahmen empfehlen sie eine zentrale Digitalisierungsstrategie sowie die Einrichtung eines Security Operations Center (SOC), um Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Die Forderungen nach stärkeren IT-Sicherheitsvorkehrungen fallen in eine Phase, in der die Digitalisierung im Bildungssektor vorangetrieben wird. Zwar setzen Schulen vermehrt auf digitale Systeme, doch vielen fehlen wirksame Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe.

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Die wiederholten Datenschutzverletzungen und Prüfungsausfälle unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf. Ohne bessere Sicherheitsvorkehrungen drohen Schulen weitere Datenlecks, Betriebsstörungen und mögliche Schäden für Schüler und Personal. Die Behörden stehen nun unter Druck, nachhaltige Lösungen zu finden – bevor es zu weiteren Vorfällen kommt.

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