CNTE kämpft weiter für Rentenrechte trotz interner Spannungen und politischer Spaltung
Amelie FrankeCNTE kämpft weiter für Rentenrechte trotz interner Spannungen und politischer Spaltung
Mexikos Nationales Koordinationskomitee der Bildungswerker (CNTE) bleibt auf seine Kernforderung fokussiert. Die Gruppe strebt die Abschaffung des ISSSTE-Gesetzes von 2007 an, um die Rentenansprüche aller Beschäftigten wiederherzustellen. Dieses Ziel eint die Mitglieder trotz wachsender interner Spannungen.
Die CNTE hat den jüngsten Vorschlag der Regierung abgelehnt. Die Behörden boten zwar eine Stärkung von PENSIONISSSTE an, behielten jedoch das System individueller Konten bei. Die Gewerkschaft besteht auf einer vollständigen Abschaffung des Gesetzes – ein Versprechen, das Präsidentin Claudia Sheinbaum noch während ihres Wahlkampfs gegeben hatte.
Mobilisierung bleibt das Hauptdruckmittel der CNTE. Die Organisation schließt nach einer internen Prüfung weitere Proteste nicht aus. Zwar äußern einige Lehrkräfte Erschöpfung, doch die Sorge um die Renten hält die Bewegung weiterhin zusammen.
Innerhalb der CNTE sind zunehmend Spannungen spürbar. Regionale Gruppen in Oaxaca, Michoacán und Chiapas verfolgen unterschiedliche Prioritäten, was die Einheit beeinträchtigt. Eine Lehrkraft aus Chiapas betonte jedoch, dass das gemeinsame Anliegen diese Unterschiede überwiegt.
Auch politische Einflüsse spielen eine Rolle. Die regierende Partei Morena gewinnt bei bestimmten CNTE-Fraktionen an Zuspruch. Dies hat zur Gründung neuer Sektionen und zur Spaltung bestehender geführt. Einige Lehrkräfte orientieren sich mittlerweile stärker an der Parteilinie.
Die Forderung nach Rentenrechten bleibt unverändert. Interne Konflikte und politische Verschiebungen erschweren jedoch den Weg der Bewegung. Die nächsten Schritte der CNTE hängen von ihrer internen Bewertung und der Reaktion der Regierung ab.






