14 April 2026, 10:18

Bürgerinitiative kämpft gegen Kreisverkehr und für das Dürpelfest in Ohligs

Ein großer Protestmarsch in Hong Kong mit Menschen, die Schilder und Plakate tragen, flankiert von Bäumen und Gebäuden auf der rechten Seite und Fahrzeugen auf der linken Seite.

Bürgerinitiative kämpft gegen Kreisverkehr und für das Dürpelfest in Ohligs

In Ohligs formiert sich eine neue Bürgerinitiative, unterstützt vom Bürgerverein Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Die Gruppe will die umstrittenen Pläne für einen Kreisverkehr an der Lennestraße anfechten und die Zukunft des Dürpelfest-Festivals sichern. BfS-Vorsitzender Martin Bender zeigt sich überzeugt: Es sei ein notwendiger Schritt für mehr direkte Demokratie.

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Die Initiative entsteht vor dem Hintergrund dessen, was die BfS als jahrelanges Versagen der etablierten Parteien bezeichnet. Der Verein wirft diesen vor, die öffentliche Meinung ignoriert und sich von Lobbyisten beeinflussen zu lassen. Im Gegensatz dazu betont die BfS, ganzjährig für die Solinger Bürger zu arbeiten – und nicht nur im Wahlkampf.

Bender kritisierte die Ohligser Jongens, eine lokale Gruppierung, weil diese Gespräche verweigere, solange eine damit zusammenhängende Petition nicht zurückgezogen werde. Zudem hinterfragte er die Vermittlerrolle von Marc Westkämper, dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister der CDU. Westkämper, der selbst Befürworter des Kreisverkehrs ist, gibt sich inzwischen als neutraler Vermittler im Konflikt.

Bender warnte, dass das Dürpelfest bei einer Umsetzung des Kreisverkehrs nicht mehr an der Lennestraße stattfinden könne. Damit würde, so seine Argumentation, ein zentrales Angebot für Jugendliche in der Region wegfallen. Ziel der Initiative ist es, einen Kompromiss zu finden, der die multifunktionale Nutzung des Platzes erhält und gleichzeitig die Zukunft des Festivals sichert.

Mit Rückendeckung der BfS geht die Bürgerinitiative nun in die Offensive, um den Kreisverkehr zu verhindern und lokale Traditionen zu bewahren. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es die Entscheidungsprozesse in Ohligs grundlegend verändern – weg von den etablierten Parteien hin zu mehr Bürgerbeteiligung. Die nächsten Schritte hängen nun von der öffentlichen Unterstützung und weiteren Verhandlungen ab.

Quelle