Bundesregierung stoppt Integrationskurse – Zehntausende Geflüchtete betroffen
Elias KochBundesregierung stoppt Integrationskurse – Zehntausende Geflüchtete betroffen
Der Bundesinnenminister hat neue Anmeldungen für Integrationskurse gestoppt – damit bleibt ukrainischen Geflüchteten und Asylsuchenden der Zugang verwehrt. Die Entscheidung stößt bei Abgeordneten und Sprachschulen gleichermaßen auf scharfe Kritik. Experten warnen, der Schritt könnte jahrelange Fortschritte bei der Eingliederung von Neuankömmlingen zunichtemachen.
Dass die Bundesregierung keine neuen Teilnehmenden mehr zulässt, bedeutet, dass 129.500 Menschen – vor allem Ukrainer:innen und Asylbewerber:innen – von Sprachkursen ausgeschlossen werden. Diese Kurse gelten als unverzichtbar für die gesellschaftliche Integration und den Einstieg in qualifizierte Jobs. Ohne sie drohen Geflüchteten deutlich schlechtere Berufschancen und soziale Isolation.
Sprachschulen spüren bereits die Folgen. Viele melden finanzielle Engpässe, weil die Schülerzahlen einbrechen – einige fürchten um ihre Existenz. Filiz Polat, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, wirft der Regierung vor, gezielt den Zugang zu Integrationshilfen zu blockieren.
Kritiker:innen machen vor allem den Einfluss der konservativen Union für die Verschärfung verantwortlich. Die Kehrtwende in der Politik gefährdet langjährige Bemühungen, Geflüchteten durch Sprachkenntnisse die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Bleibt es bei den Pläne, fehlen Tausenden die Voraussetzungen, um sich eine Zukunft im Land aufzubauen.
Die Beschränkungen kappen lebenswichtige Sprachförderung für zehntausende Geflüchtete. Ohne diese Kurse schrumpfen ihre Chancen auf faire Arbeitsplätze und gelingende Integration in die Gemeinschaften. Gleichzeitig geraten Sprachschulen in wirtschaftliche Bedrängnis – und damit bröckelt ein zentraler Baustein der Unterstützungsstrukturen für Neuankömmlinge.






