27 June 2026, 08:15

Bundesrat blockiert PTA-Vertretung in Apotheken und fordert höhere Vergütung

Gerlach: Warteliste für Fixum ist 'bedauerlich'

Bundesrat blockiert PTA-Vertretung in Apotheken und fordert höhere Vergütung

Der Bundesrat hat im Streit um das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) eine klare Haltung bezogen: Er lehnte Vorstöße ab, die eine Vertretung von Apothekern durch Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) ermöglichen sollten, und bekräftigte zentrale Forderungen der Branche. Nun liegt der Ball bei der Bundesregierung, die über das weitere Vorgehen entscheiden muss.

Besonders vehement setzte sich Bayern gegen die geplante Regelung zur Vertretung durch PTA ein. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) forderte zudem stärkere bundesweite Maßnahmen zur Unterstützung der Apotheken und betonte deren wichtige Rolle in der Prävention. Sie mahnte dringende Schritte an, um den Berufsstand zu stärken.

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Der Bundesrat hielt an mehreren Kernforderungen fest. Dazu gehören die Erhöhung der Festbeträge pro Packung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie die Streichung der gelockerten Regeln für die Eröffnung von Filialapotheken. Gerlach schlug konkret vor, die Vergütung von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung anzuheben.

Nicht alle Anträge fanden jedoch eine Mehrheit. Scheiterten doch Versuche, geplante Vereinfachungen bei der Anerkennung ausländischer Apothekerqualifikationen zu streichen. Ebenfalls durchfiel der Vorstoß, strenge Vorgaben für Impfräume beizubehalten.

Die Position des Bundesrates ist nun deutlich. Die Bundesregierung muss sich nun zu Anpassungen der Vergütung und weiteren apothekenrelevanten Regelungen äußern. Die Länder, darunter Bayern, setzen sich weiterhin für eine bessere Finanzierung der Apotheken ein.

Quelle