Bundesbank will Bargeld auf volle fünf Cent runden – was das für Verbraucher bedeutet
Felix HoffmannBundesbank will Bargeld auf volle fünf Cent runden – was das für Verbraucher bedeutet
Die deutsche Bundesbank hat vorgeschlagen, Bargeldzahlungen künftig auf volle fünf Cent zu runden. Mit dem Vorstoß sollen die Kosten für die Herstellung, Verpackung und den Transport von Kleingeld gesenkt werden. Mehrere europäische Länder haben bereits ähnliche Systeme eingeführt.
Laut dem Plan der Bundesbank würden die Preise an der Kasse angepasst: Ein Artikel für 3,99 Euro würde auf 4,00 Euro aufgerundet, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Dadurch würde der Umgang mit Ein- und Zweicent-Münzen schrittweise zurückgehen, auch wenn sie nicht vollständig abgeschafft würden.
Die Idee stößt auf breite Zustimmung in der Bevölkerung: 56 Prozent der Deutschen befürworten die Änderung. Eine Bundesbank-Studie aus dem Jahr 2023 zeigte zudem, dass Bargeld nach wie vor beliebt ist und etwa die Hälfte aller Zahlungen im stationären Handel ausmacht.
Einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen bieten Kunden bereits jetzt die Möglichkeit, Beträge auf volle zehn Cent aufzurunden. Länder wie Finnland, die Niederlande und Irland praktizieren seit Jahren eine ähnliche Regelung für Bargeldzahlungen. Allerdings hat keines dieser Länder die Prägung von Ein- und Zweicent-Münzen vollständig eingestellt.
Der Vorschlag der Bundesbank folgt einem europaweiten Trend. Wird er umgesetzt, würde er Bargeldtransaktionen vereinfachen und die Kosten für den Umgang mit Kleingeld verringern. Die Münzen zu ein und zwei Cent blieben zwar im Umlauf, ihr Alltagsgebrauch würde jedoch deutlich sinken.






