Blizzard streicht Gilde nach fragwürdigem Welterst-Erfolg in WoW
Eine europäische Gilde sorgt erneut für Aufsehen in World of Warcraft, nachdem sie einen Welterst-Erfolg unter fragwürdigen Umständen erzielt hat. RAoV QA Strikes Back, bekannt für frühere Regelauslegungen, besiegte die mythische Version von Aberrus, der Schattenhort – und das in nur grüner und blauer Ausrüstung, die für eine solche Herausforderung deutlich unter dem erwarteten Niveau lag.
Blizzard hat nun Konsequenzen gezogen: Der Gilde wurde der Erfolg aberkannt und ihr Name aus der Hall of Fame gestrichen.
Die Gruppe, die bereits unter verschiedenen Namen wie RAoV Quality Assurance oder ecnarussAeR ytilauQ VoAR aktiv war, hat eine Vorgeschichte, wenn es um das Ausnutzen von Schlupflöchern geht. In der Vergangenheit sicherte sie sich durch Exploits Welterst-Erfolge – etwa während des Angriff auf Lordaeron-Raids, als sie Makro-Befehle manipulierte und sich als Spielleiter ausgab.
Blizzard hatte die beteiligten Accounts bereits wegen Betrugs gesperrt und ihnen einen früheren Welterst-Titel entzogen. Diesmal fehlte den Charakteren der Gilde schlicht die nötige Stärke, um den mythischen Boss Chimaerus mit ihrer Ausrüstung zu besiegen – was sofort Misstrauen weckte.
Als Reaktion erhöhte Blizzard die Fähigkeiten einiger Bosse um bis zu 260 %, um ähnliche Ausnutzungen künftig zu verhindern. Damit soll verhindert werden, dass Spieler die vorgesehene Schwierigkeit umgehen und sich unfaire Siege erschleichen.
Der jüngste Erfolg der Gilde wurde für ungültig erklärt, ihr Name aus den offiziellen Aufzeichnungen getilgt. Mit den Anpassungen an den Boss-Mechaniken sendet Blizzard ein klares Signal: Künftig wird noch strenger gegen Exploits in Raids vorgegangen. Der Vorfall zeigt einmal mehr den anhaltenden Konflikt zwischen Entwicklern und Spielern, die das System austricksen wollen.






