Betrug mit Stipendien: 96.300 Rupien durch gefälschte Schüleridentitäten veruntreut
Elias KochBetrug mit Stipendien: 96.300 Rupien durch gefälschte Schüleridentitäten veruntreut
In Nerul, einem Vorort von Navi Mumbai, ist ein Betrugsfall im Zusammenhang mit dem Pre-Matric-Stipendienprogramm der indischen Zentralregierung aufgedeckt worden. Eine Person soll mithilfe gefälschter Schüleridentitäten rund 96.300 Rupien (etwa 1.100 Euro) veruntreut haben, die eigentlich für Minderheitenstudenten bestimmt waren. Die Ermittlungen laufen bereits, und die Behörden prüfen mögliche Verbindungen zu weiteren Fällen in anderen Schulen. Der Betrug kam ans Licht, nachdem Ermittler fünf Schulen im Distrikt Thane physisch überprüft hatten. Dabei stellte sich heraus, dass der UDISE-Code der Ryan International School missbraucht worden war, um sich Zugang zum Stipendiensystem zu verschaffen. Ein gefälschtes Institutionenkonto wurde angelegt, über das Antragsformulare für neun nicht existierende Schüler eingereicht wurden. Die betrügerisch erschlichenen Gelder in Höhe von 96.300 Rupien landeten schließlich auf Konten, die auf erfundene Namen registriert waren.
Die Polizei in Nerul hat inzwischen ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten Sameerkumar eingeleitet. Ihm werden Betrug nach § 420 des indischen Strafgesetzbuchs, Urkundenfälschung (§§ 465, 468, 471) sowie Verstöße gegen § 66(D) des Information Technology Act von 2000 vorgeworfen. Das Bildungsministerium hat zudem eigene Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, ob ähnliche Betrugsfälle unter Missbrauch von Zugangsdaten anderer Schulen stattgefunden haben. Der Fall zeigt, wie Stipendienprogramme durch manipulierte Systemzugänge ausgenutzt werden können. Die Behörden werden nun prüfen, ob weitere Schulen betroffen sind und wie solche Vorfälle künftig verhindert werden können. Sameerkumar muss sich in den kommenden Wochen vor Gericht für seine Taten verantworten.
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