Bargeld stirbt langsam – doch die Bundesdruckerei plant die Banknote der Zukunft
Elias KochBargeld stirbt langsam – doch die Bundesdruckerei plant die Banknote der Zukunft
Bargeldzahlungen in Deutschland gehen stetig zurück – nur noch 50,5 Prozent der Einzelhandelsumsätze werden bar beglichen. Gleichzeitig erforscht die Bundesdruckerei neue Wege, um Banknoten für die Zukunft weiterzuentwickeln.
Die Akzeptanz von Bargeld im Handel hat im Laufe der Zeit abgenommen. Kartenzahlungen machen mittlerweile 48,1 Prozent der Transaktionen aus – ein klarer Wandel im Zahlungsverhalten. Verbraucherschützer äußern jedoch Bedenken gegenüber diesem Trend.
Auf der Banknoten-Konferenz in Washington stellte die Bundesdruckerei ihren neuesten Konzeptentwurf vor: die Stella-Banknote. Das Design basiert auf einem Polymer-Substrat aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen. Zudem ist der Entwurf für den Excellence in Currency Award 2026 der International Association of Currency Affairs nominiert.
Um Kosten und Umweltbelastung zu reduzieren, strebt das Unternehmen eine Verkleinerung der Banknote auf Kreditkartenformat an. Dadurch ließen sich Materialverbrauch, Produktionszeit und Energiebedarf senken. Elisabeth Limbacher, Leiterin des Bereichs Sicherheitdruck bei der Bundesdruckerei, betont, dass Bargeld trotz des Wandels weiterhin eine zentrale Rolle spielen werde.
Der Stella-Entwurf zeigt, wie sich Banknoten modernen Anforderungen anpassen könnten. Die Initiativen der Bundesdruckerei verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen Innovation und der anhaltenden Bedeutung von Bargeld. Der Rückgang der Bargeldnutzung bleibt jedoch für manche Gruppen ein wachsendes Problem.






