10 June 2026, 15:03

Bahnausbau in Thüringen: Warum die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz bis 2032 auf Elektrifizierung wartet

Mitteldeutschland-Takt: Baubeginn verzögert sich bis 2028 – Elektrifizierung erst 2032

Bahnausbau in Thüringen: Warum die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz bis 2032 auf Elektrifizierung wartet

Die Elektrifizierung und der Ausbau der Bahnstrecke Weimar–Jena–Gera–Gößnitz stehen vor großen Herausforderungen. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, betont die Dringlichkeit des Vorhabens und warnt vor weiteren Verzögerungen bei diesem für die Region entscheidenden Projekt. Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert die Bundesregierung scharf, da diese nicht ausreichend Mittel für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke bereitstelle. Für verschiedene Bahnprojekte bis 2029 fehlen noch rund 2 Milliarden Euro, wobei allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz 544 Millionen Euro benötigt werden. Kobelt verwies zudem auf die Notwendigkeit von teilweisen zweigleisigen Ausbauten entlang der Route, um die Kapazitäten zu erhöhen.

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Das Projekt ist Teil des Mitteldeutschland-Takts, der schnellere Verbindungen von Sachsen über Thüringen in den Westen Deutschlands schaffen soll. Ursprünglich sollte der Baubeginn bereits in diesem Jahr erfolgen, doch nun wurde er auf 2028 verschoben. Die vollständige Elektrifizierung der Strecke, die den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet beschleunigen soll, wird frühestens 2032 abgeschlossen sein.

Die Pläne für den Mitteldeutschland-Takt leiden unter Finanzierungslücken und verlängerten Zeitplänen. Die Deutsche Bahn hatte das gesamte Vorhaben ursprünglich bis 2030 abschließen wollen, doch die aktuellen Verzögerungen machen eine Fertigstellung in diesem Zeitraum unwahrscheinlich. Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert schnellere Fortschritte bei der Realisierung der Verbindung und bezeichnet sie als eine der wichtigsten Bahnstrecken der Region. Ohne zusätzliche Mittel und beschleunigte Entscheidungen drohen weitere Verzögerungen, die die Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung in Mitteldeutschland beeinträchtigen könnten.

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