Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie
Felix HoffmannAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie
Ausgediente Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Der Kreistag Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Die Fläche gehört gemeinsam dem Kreis und der Stadt Ahaus und könnte langfristig auch die Abfallentsorgungskosten für die Anwohner senken.
Da sich der Untergrund der Deponie ungleichmäßig gesetzt hat, gestalten sich klassische Baumaßnahmen schwierig. Doch die freigelegte Fläche und die intensive Sonneneinstrahlung machen den Standort ideal für Solarmodule. Um wichtige staatliche Fördergelder zu erhalten, muss das Projekt bis Mitte 2025 fertiggestellt werden.
Neben der Solarstromerzeugung wird der Standort zudem als Standort für großtechnische Energiespeicher geprüft. Batterien könnten überschüssige Windenergie zwischenspeichern und das Projekt damit noch nachhaltiger machen. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Gesamtverantwortung für den Betrieb.
Bei Erfolg könnte der Solarpark die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie verringern – und so zu niedrigeren Abfallgebühren für die Bewohner der Umgebung führen.
Aus einer stillgelegten Mülldeponie wird damit ein Zentrum für saubere Energie. Die Fertigstellung bis Mitte 2025 ist entscheidend für die Förderung. Zudem ebnet das Projekt den Weg für künftige Speicherlösungen und stärkt so die erneuerbare Energieversorgung der Region.