Applied Materials zahlt Rekordstrafe für illegale China-Lieferungen an SMIC
Julian KleinApplied Materials zahlt Rekordstrafe für illegale China-Lieferungen an SMIC
Applied Materials zahlt 252 Millionen Dollar Strafe wegen Verstößen gegen US-Exportkontrollen
Der Technologiekonzern Applied Materials hat sich bereit erklärt, eine Strafe in Höhe von 252 Millionen US-Dollar für die Verletzung von US-Exportbestimmungen zu zahlen. Das Unternehmen gab zu, zwischen 2020 und 2022 illegal Halbleiterausrüstung an Chinas SMIC geliefert zu haben. Die Strafe folgt auf eine vorherige Zahlung von 140,6 Millionen Dollar für ähnliche Vergehen im vergangenen Jahr.
Die US-Regierung hatte Exporte an SMIC aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt. Dennoch belieferte Applied Materials den chinesischen Chiphersteller während des Verbotszeitraums mit Maschinen. Das Unternehmen betonte, nicht vorsätzlich gehandelt zu haben, doch die Einigung sieht dennoch eine erhebliche Zahlung vor.
Die Strafe macht nur einen kleinen Teil des Jahresumsatzes und des prognostizierten Gewinns von Applied Materials aus. Dank der Vereinbarung entgeht das Unternehmen einer Verurteilung und kann seine Geschäfte fortsetzen. US-Behörden stufen den Konzern als strategisch entscheidend für die Halbleiterbranche ein.
Samsung steigt in Applied Materials’ 5-Milliarden-Dollar-EPIC-Komplex in Silicon Valley ein In einer separaten Entwicklung wird Samsung Teil des EPIC-Komplexes von Applied Materials in Silicon Valley, der mit Investitionen von fünf Milliarden Dollar als weltweit größte und modernste Einrichtung ihrer Art gilt. Die Eröffnung ist noch in diesem Jahr geplant.
Die Einigung ermöglicht es Applied Materials, ohne rechtliche Verurteilung nach vorne zu blicken. Das Unternehmen bleibt ein zentraler Akteur in der Halbleiterforschung und -produktion. Der neue EPIC-Komplex wird seine führende Rolle in der Branche weiter stärken.
