28 June 2026, 18:17

Apothekerin aus Roding kämpft gegen doppelte Zahlung nach Rechnungsbetrug mit Merck

Eigentümer: "Ich muss weitere 25.000 Euro bezahlen"

Apothekerin aus Roding kämpft gegen doppelte Zahlung nach Rechnungsbetrug mit Merck

Apothekerin aus Roding droht zweite Zahlung von 25.000 Euro nach Betrug mit gefälschten Merck-Rechnungen

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, könnte eine zweite Zahlung von 25.000 Euro leisten müssen, nachdem sie gefälschte Rechnungen des Pharmakonzerns Merck erhalten hatte. Sie fürchtet, das Unternehmen könnte wegen des Betrugsfalls die Lieferung von Medikamenten einstellen. Der Vorfall ist Teil einer größeren Welle von Cyberangriffen, bei denen Apotheken mit falschen Merck-Rechnungen getäuscht werden.

Schon im vergangenen Jahr hatten Apotheken vermehrt betrügerische E-Mails gemeldet, die sich als Rechnungen von Merck ausgaben. Das Unternehmen bestätigte zwar, dass es sich um gezielte Cyberangriffe handelte, doch Schleußinger fiel dennoch auf die Fälschung herein.

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Sie prüfte die Rechnungsdetails, darunter ein neues Bankkonto und eine spanische Adresse, fand jedoch nichts Verdächtiges – und überwies den Betrag. Später forderte Merck erneut die Zahlung für dieselbe Rechnung und erklärte, Schleußinger sei Opfer von Cyberkriminalität geworden.

Merck riet ihr, Anzeige bei der Polizei zu erstatten und die E-Mails zur Untersuchung weiterzuleiten. Zudem platzierte das Unternehmen einen Warnhinweis in seinem Onlineshop und rief Apotheken dazu auf, Bankverbindungen auf Rechnungen besonders sorgfältig zu prüfen.

Schleußinger besteht darauf, dass der Betrug sich gegen Merck und nicht gegen ihre Apotheke richtete, und verweigert die zweite Zahlung. Sie hat Strafanzeige erstattet, und ihr Anwalt kümmert sich nun um den Fall. Zudem kritisiert sie Merck für mangelnde Transparenz und wirft dem Konzern vor, das Problem vertuschen zu wollen.

Schleußinger hat rechtliche Schritte eingeleitet und den Vorfall den Behörden gemeldet. Merck warnt weiterhin vor den anhaltenden Cyberbedrohungen. Der Streit bleibt ungelöst – Schleußinger weigert sich, der doppelten Forderung nachzukommen.

Quelle