14 April 2026, 14:24

Alte Gasbohrung in Munster wird zum Geothermie-Pionier für nachhaltige Wärme

Diagramm, das die geothermisch erzeugte elektrische Energie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Alte Gasbohrung in Munster wird zum Geothermie-Pionier für nachhaltige Wärme

Ein ehemaliger Erdgasförderbohrung in Munster könnte bald eine Schlüsselrolle in der erneuerbaren Energie spielen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat eine Beschwerde zur Bohrung Südwest Z3 geprüft und deren Potenzial für eine geothermische Nachnutzung bestätigt. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt für eine nachhaltige Wärmeversorgung in der Region.

Das LBEG hat entschieden, dass die Bohrung trotz anfänglicher Bedenken für die Geothermie umgenutzt werden darf. Gemäß Paragraf 40 des Bundesberggesetzes setzte die Behörde die fehlende Zustimmung außer Kraft und verwies dabei auf das öffentliche Interesse an der Energieversorgung sowie die Bedeutung der Geothermie. Sobald die Genehmigung vorliegt, übernimmt die Heide-Geo GmbH den Standort und muss detaillierte Betriebspläne für die künftigen Arbeiten vorlegen.

Die Kapazität der Bohrung ist beträchtlich: Sie könnte die Fernwärme für Munster über 200 Jahre lang sichern. Die Stadtwerke, der lokale Versorger, sind bereit, das Projekt voranzutreiben, müssen jedoch den Abschluss des rechtlichen Verfahrens abwarten. Unterdessen hat ExxonMobil bestätigt, dass es weitere Förderbohrungen mit ähnlichem geothermischem Potenzial betreibt.

Das Vorhaben gilt als Pilotprojekt für erneuerbare Energien in Deutschland. Ein Hauptbetriebsplan für die technischen Anpassungen wurde bereits beim LBEG zur Prüfung eingereicht.

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Die Geothermie-Initiative in Munster markiert den Wandel von fossilen Brennstoffen hin zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung. Bei Genehmigung wird Heide-Geo den Standort betreiben und die langfristige Energieversorgung der Stadt sichern. Das Ergebnis könnte richtungsweisend für weitere Geothermie-Projekte im ganzen Land sein.

Quelle