14 March 2026, 14:33

912.273 Euro für Notreparatur: Streit um marode Sporthalle der Nelson-Mandela-Schule

Eine Straße mit einem gelben "Slow Down School Zone"-Schild, geparkte Fahrzeuge auf der rechten Seite und Bäume, Gebäude, Pfosten, Drähte und den Himmel im Hintergrund.

912.273 Euro für Notreparatur: Streit um marode Sporthalle der Nelson-Mandela-Schule

Der Ausschuss für Schul- und Gebäudemanagement (ASG) trat zusammen, um dringende Reparaturen und langfristige Sanierungspläne für zwei örtliche Schulen zu beraten. Eine Notinstandsetzung der Sporthalle der Nelson-Mandela-Gesamtschule (NCG) in Höhe von 912.273 Euro wurde trotz Uneinigkeit über deren Notwendigkeit bewilligt. Gleichzeitig zeigten Diskussionen über neue Baustandards und Übergangslösungen für die Paffrather Integrative Gesamtschule (IGP) die anhaltenden Herausforderungen bei der Schulinfrastruktur auf.

Der ASG stimmte einstimmig für die Notreparatur der Sporthalle der NCG, die wegen struktureller Mängel gesperrt worden war. Die Schulleitung argumentierte, die Schäden seien weniger gravierend als dargestellt, doch das Gremium setzte die vorübergehende Lösung für 912.273 Euro durch. Finanzdezernent Thore Eggert betonte, es handele sich um eine kurzfristige Maßnahme und keine Komplettsanierung. Ein zweiter TÜV-Bericht, der die Bedenken der Schulleitung hätte stützen können, liegt bisher nicht vor.

Für die umfassende Sanierung der NCG hat ein vor neun Monaten ernannter Projektleiter die Pläne überarbeitet und einen neuen Zeitrahmen vorgeschlagen. Zusätzliche Kosten könnten durch bereits für den Haushalt 2026 zurückgestellte Mittel abgefedert werden. Unklar blieb jedoch, wie sich das Projekt im Vergleich zu früheren Planungen darstellt und welche Auswirkungen der Wechsel in der Projektleitung hatte.

Bei der IGP skizzierte die Stadt erste Optionen für Übergangseinrichtungen, konkrete Details stehen aber noch aus. Weitere Entscheidungen werden im Stadtplanungsausschuss beraten. Zudem diskutierte der ASG die vorgeschlagenen "Standards für den Bau und die Sanierung von Gymnasien". Kritiker warnten, zu starre Vorgaben könnten die Kosten in die Höhe treiben, ohne messbaren Nutzen. Eine Abstimmung wurde vertagt; die Verwaltung soll eine einfachere und kostengünstigere Fassung erarbeiten.

Felix Bertenrath, Vertreter der weiterführenden Schulen im Bezirk, brachte übergeordnete Probleme zur Sprache: eine ungleiche Schülerverteilung, überfüllte Klassen und Verkehrsprobleme in der Umgebung der Schulen. Die Punkte spiegeln die wachsenden Belastungen für die lokale Bildungsinfrastruktur wider.

Die Beschlüsse des ASG ebnen den Weg für Sofortmaßnahmen an der NCG, während grundlegende politische Änderungen aufgeschoben werden. Die Übergangslösungen für die IGP und die überarbeiteten Sanierungspläne der NCG erfordern weitere Prüfung. Die Schulen im Bezirk bleiben vor logistischen und finanziellen Hürden bei Instandhaltung und Modernisierung ihrer Einrichtungen.

AKTUALISIERUNG

IGP-Feasigkeitkeitsstudie endet: Abriss wahrscheinlich, Kosten steigen auf 272Mio. €

Neue Erkenntnisse bestätigen, dass die Paffrather Integrative Gesamtschule (IGP) nicht mehr zu retten ist. Wichtige Details aus der Machbarkeitsstudie:

  • Der Gutachter hat eine allgemeine Renovierung ohne 'massive Kompromisse' als unzumutbar eingestuft und empfiehlt den Abriss und den Neubau.
  • Die Kosten schätzen sich zwischen 160Mio. € und 272Mio. €, wobei die Projektlaufzeiten 9-12 Jahre betragen.
  • Barrieren sind veraltete Brandschutzsysteme, unzugängliches Design und unzureichender Platz für Erweiterungen.