22-Jähriger wegen Nazi-Verherrlichung in Chabarowsk zu Bewährung verurteilt
Julian Klein22-Jähriger wegen Nazi-Verherrlichung in Chabarowsk zu Bewährung verurteilt
Ein 22-jähriger Mann aus Chabarowsk ist wegen der Verherrlichung des Nationalsozialismus verurteilt worden, nachdem er extremistisches Material im Internet veröffentlicht hatte. Das Gericht verhängte eine Bewährungsstrafe und beschränkte seine Internetnutzung für 18 Monate. Dies ist bereits der zweite aktuelle Fall in der Region, in dem solche Vorwürfe erhoben wurden.
Der Angeklagte hatte im November 2023 auf Telegram Nachrichten gepostet, in denen er Hitlers Verantwortung für Kriegsverbrechen leugnete und seine Unterstützung für ukrainische Nazigruppen zum Ausdruck brachte. Sprach- und historisch-politische Experten prüften die Inhalte und bestätigten deren extremistischen Charakter.
Das Gericht stellte fest, dass seine Handlungen gegen Teil 2, Artikel 354.1, Absatz "v" des russischen Strafgesetzbuchs verstoßen. Zwar gestand der Mann seine Schuld ein, zeigte Reue und kooperierte mit den Ermittlern, doch die Staatsanwaltschaft betonte, dass nationale Feindseligkeit als erschwerender Umstand zu werten sei.
Angesichts seines jungen Alters und seiner Kooperationsbereitschaft verhängte der Richter eine zweijährige Bewährungsstrafe. Zudem erhielt der Mann ein 1,5-jähriges Verbot, Material im Internet zu veröffentlichen.
Das Urteil reiht sich in eine Serie jüngster Verurteilungen in Chabarowsk wegen ähnlicher extremistischer Straftaten ein. Die Internetbeschränkungen für den Angeklagten bleiben bis Mitte 2025 in Kraft. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass solche Fälle auf eine strengere Durchsetzung der Gesetze gegen die Verherrlichung des Nationalsozialismus in Russland hindeuten.






