175 neue Schneekanonen in der Schweiz sorgen für massiven Protest
Streit um 175 neue Schneekanonen in Schweizer Skigebieten
Ein umstrittenes Vorhaben, in den Schweizer Wintersportorten Leysin und Les Mosses 175 Schneekanonen zu installieren, stößt auf massiven Widerstand. Über 500 Einsprüche gingen von Anwohnern, Umweltschutzorganisationen und lokalen Politikern ein. Zwar soll das Projekt den Wintertourismus sichern, doch Kritiker bemängeln die Nachhaltigkeit angesichts des Klimawandels.
Die überarbeitete Planung sieht nun 175 neue Schneekanonen vor – 109 in Leysin und 66 in Les Mosses. Die Projektverantwortlichen passten die Pläne nach Rücksprache mit unabhängigen Umweltgutachtern an, um die ökologischen Auswirkungen zu verringern. Mehr als 30 Prozent des benötigten Stroms sollen aus Turbinen stammen, was die Abhängigkeit von externen Energiequellen reduziert.
Trotz dieser Anpassungen lehnt der Verein „Nein zu Schneekanonen“ (franz. „Non aux canons à neige“) das Projekt weiterhin entschieden ab. Die Einsprüche verweisen auf Bedenken wegen der auf Kälte angewiesenen Infrastruktur in Zeiten steigender globaler Temperaturen. Gegner argumentieren, dass künstliche Beschneiung keine langfristige Lösung für die Tourismusbranche der Region sei.
Die Diskussion hält an, während die lokalen Behörden die eingegangenen Stellungnahmen prüfen. Viele Einwender hinterfragen, ob die ökologischen Abwägungen die wirtschaftlichen Vorteile für die Skigebiete rechtfertigen.
Über das Schicksal des Projekts entscheiden nun die Verantwortlichen, die die Interessen des Tourismus gegen die Umweltrisiken abwägen müssen. Bei einer Genehmigung würden die Schneekanonen teilweise mit erneuerbarer Energie betrieben. Oppositionelle Gruppen bestehen jedoch darauf, dass der Plan die übergeordneten Herausforderungen des Klimawandels nicht angehe.






